Wer besucht uns, wenn wir schlafen?

von Kazuko Ishigaki

Trinity Books · 2. November 2026

Ein stilles, poetisches Jahr voller Nachtgeschichten für alle, die von jemandem geträumt haben, den sie verloren haben.

Lesezeit: Etwa 3 Std. 50 Min. (bei 180 Wörtern pro Minute)

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Details

AutorJapan Kazuko Ishigaki
KategorieTraumdeutung / Schlaf / Mythen neu erzählt / Volkskunde
Sprache des BuchsDeutsch
Erschienen2. November 2026
Seitenzahl220 Seiten
ArtikelnummerTB-W0016-DE
LesezeitEtwa 3 Std. 50 Min. (bei 180 Wörtern pro Minute)
Druck-PDFA5 · Innenteil-PDF und Umschlag-PDF (mit Beschnitt: zwei Versionen, 3 mm und 3,175 mm, zum Herunterladen.) · 220 Seiten

Kategorien dieses Buchs

KategorienAlltag und PraxisTraumdeutung

KategorienGesundheit und KörperSchlaf

KategorienWissen und BildungMythen neu erzählt

KategorienWissen und BildungVolkskunde

Über das Buch

„Sie war hier“, sagte er. „In der Werkstatt. Sie hat das blaue Radio repariert und mir gesagt, ich soll ihr den kleinen Schraubenzieher geben.“ In sechzehn Nächten des Jahres nach dem Tod ihrer Großmutter erzählt eine junge Frau ihrem Bruder jeweils eine alte Geschichte über die Toten, die in Träumen zurückkehren, und daneben, was die Schlafforschung über solche Träume weiß.

Sechzehn Nächte, sechzehn alte Geschichten und ein Jahr, in dem jemand fehlt.

Nachdem ihre Großmutter im frühen Frühling gestorben ist, verbringen eine junge Frau und ihr jugendlicher Bruder ein Jahr in ihrem alten Haus, zwischen den Uhren, Radios und Fahrrädern, die sie früher repariert hat. In sechzehn Nächten dieses Jahres wacht einer der beiden aus einem Traum von ihr auf, hofft auf einen oder fürchtet sich davor, und die ältere Schwester erzählt in dieser Nacht eine Geschichte.

Die Geschichten stammen aus den ältesten Büchern, die die Menschen bewahrt haben: ein Held, der im Schlaf nach seinem verlorenen Freund greift, ein Großvater, der einem jungen Soldaten von den Sternen aus die Erde zeigt, ein Vater, der seinen Sohn von einem einsamen Ufer fortruft, ein Mönch, der auf einer Reise einem Geist begegnet, ein Vater, der seine kleine Tochter jenseits eines Flusses sieht. Neben jeder Geschichte steht, was die Schlafforschung heute weiß, schlicht und ruhig erzählt.

Jede Nacht bringt eine kleine Sache, die du vor dem Einschlafen oder beim Aufwachen ausprobieren kannst. Hinten im Buch findest du ein kleines Quiz, die Menschen in diesem Buch, alles zum Ausprobieren an einem Ort und Fragen, die oft gestellt werden.

Was dir diese sechzehn Nächte mitgeben

  • Sechzehn alte Geschichten aus vielen Zeiten und Regionen über die Toten, die in Träumen zurückkehren
  • Ein klares Bild davon, wie Schlaf und Träumen funktionieren, vom REM-Schlaf und Non-REM-Schlaf bis zur Erinnerung an Träume
  • Ruhige Wege, einem beängstigenden Traum zu begegnen, einem Traum von jemandem, den du vermisst, oder einer Nacht ohne Träume
  • Kleine Übungen für den Abend und den Morgen, gesammelt hinten im Buch

Inhaltsverzeichnis

  • Wer besucht uns, wenn wir schlafen?
  • Die Fragen in diesem Buch
  • Hat dich letzte Nacht jemand besucht, den du vermisst?
    1. Mein Bruder saß um zwei Uhr auf der Treppe.
    2. Im Haus hingen noch ihre Fahrpläne an der Wand.
    3. Meine Schicht in der Bäckerei begann um vier.
    4. Die Geschichte heute Nacht
    5. Der Freund im Traum sah genauso aus wie er selbst.
    6. Ein Traum leiht sich etwas von allem, was wir gespeichert haben.
    7. Viele Menschen begegnen den Toten im Schlaf.
    8. Etwas für heute Nacht
    9. Ich gab meinem Bruder ein Versprechen für die Nächte.
    10. Die Uhren in der Werkstatt warteten darauf, dass jemand sie aufzog.
  • Sind Träume von Verstorbenen selten?
    1. Die meisten Menschen halten diese Träume für selten.
    2. Unsere Mutter erzählte ihren Traum über den Erdbeeren.
    3. Die Freundin meines Bruders hatte jahrelang von ihrem Vater geträumt.
    4. Die meisten Träume verschwinden, bevor wir sie fassen können.
    5. Das Schweigen um diese Träume ist eine Gewohnheit, keine Regel.
    6. Die Geschichte heute Nacht
    7. Das Märchen ist sanfter, als es zuerst klingt.
    8. Trost ist das, wovon Menschen am häufigsten berichten.
    9. Mit vier Stimmen darin klang das Haus anders.
    10. Etwas für heute Nacht
  • Träumen wir nur in einer Art von Schlaf?
    1. Oft heißt es, Träume gehörten nur zu einer Art von Schlaf.
    2. Mein Bruder schlief im Regen über seinen Hausaufgaben ein.
    3. Etwas für heute Nacht
    4. Eine Nacht Schlaf fährt wie ein Bummelzug.
    5. Die stillen Bahnhöfe haben ihre eigenen Träume.
    6. Der Regen ließ die Werkstatt nach Öl und Staub riechen.
    7. Die Geschichte heute Nacht
    8. Im selben alten Buch trommelt ein Mann bei einer Trauerfeier.
    9. Die Freiheit des Schädels gehört den Toten, nicht uns.
    10. Mein Bruder stellte eine Frage, die ich nicht beantworten konnte.
Mehr
  • Dauert ein Traum nur eine Sekunde?
    1. Viele Menschen glauben, dass ein langer Traum nur einen Augenblick dauert.
    2. Mein Bruder fuhr mit dem Nachtbus bis ans Meer.
    3. Die Geschichte heute Nacht
    4. Scipio glaubte, der Traum komme vom Gespräch beim Abendessen.
    5. Der Großvater im Traum schickte den jungen Mann in sein Leben zurück.
    6. Manche Schlafende können aus einem Traum heraus ein Signal geben.
    7. Nicht jeder Teil eines Traums hält gleichmäßig die Zeit.
    8. Ein Traum hält die Zeit eher wie eine Uhr als wie ein Blitz.
    9. Etwas für heute Nacht
    10. Die erste warme Nacht kam durch das Fenster herein.
  • Kommen die Toten nur, um uns zu warnen?
    1. Viele Menschen glauben, dass die Toten nur zurückkommen, um uns zu warnen.
    2. Die erste heiße Sommernacht hielt das ganze Haus wach.
    3. Die Geschichte heute Nacht
    4. Vor langer Zeit wurde diese Geschichte als Teil eines Streitgesprächs erzählt.
    5. Die meisten Träume von Toten kommen ganz ohne Botschaft.
    6. Meine eigenen Träume von ihr waren genauso gewöhnlich gewesen.
    7. Unsere Großmutter sagte „warte“ öfter als jedes andere Wort.
    8. Nebenan fächelten die Bienen die Hitze aus ihren Stöcken.
    9. Über ihrer Werkbank hing noch ein Fährfahrplan.
    10. Etwas für heute Nacht
  • Kommt ein Traum von außerhalb?
    1. Viele Menschen glauben, dass ein Traum uns von irgendwo anders geschickt wird.
    2. Nach Einbruch der Dunkelheit trieben die Laternen eine nach der anderen den Fluss hinunter.
    3. Die Freundin meines Bruders setzte eine Laterne für ihren Vater aufs Wasser.
    4. In den ältesten Geschichten steht der Traum am Kopfende des Bettes.
    5. Die Geschichte heute Nacht
    6. Wir stiegen auf die Brücke, wo sie immer gestanden hatte.
    7. Das schlafende Gehirn baut seine Besucher von innen.
    8. Ein Traum, der in uns gemacht wird, kann trotzdem ihr gehören.
    9. Etwas für heute Nacht
    10. Unsere Mutter behielt die letzte Laterne auf dem Küchentisch.
    11. Als wir heimkamen, war das Haus voller kleiner Geräusche.
  • Warum sieht sie in meinen Träumen jünger aus?
    1. Viele Menschen glauben, dass ein Traum eine Erinnerung wie eine Aufnahme abspielt.
    2. Die letzte Sommerwoche roch nach heißem Brot und Staub.
    3. Die Geschichte heute Nacht
    4. Genjis Vater kam zu ihm und sah genauso aus wie im Leben.
    5. Ein Traum wird aus alten Teilen zusammengesetzt wie ein wieder aufgebautes Fahrrad.
    6. Unsere Mutter sieht in ihren Träumen ein anderes Alter von ihr.
    7. Die Fotoalben lagen in der untersten Schublade ihres Schreibtischs.
    8. Mein Bruder fand das rote Fahrrad auf einem Foto.
    9. Etwas für heute Nacht
    10. Der Uhrmacher erinnerte sich an sie, als sie vierzig war.
    11. Wir ließen die Alben über Nacht aufgeschlagen auf dem Küchentisch liegen.
  • Wenn ich mich an keinen Traum erinnere, habe ich dann überhaupt geträumt?
    1. Viele Menschen glauben, dass manche von uns überhaupt nie träumen.
    2. Mein Bruder sagte, er habe aufgehört, von ihr zu träumen.
    3. Ein Traum verblasst beim Aufwachen wie ein Bahnhof, den man aus einem schnellen Zug sieht.
    4. Mein früher Wecker erwischt einen Traum manchmal mittendrin.
    5. Alte Theaterstücke auf Japanisch sind um einen einzigen Traum herum gebaut.
    6. Die Geschichte heute Nacht
    7. In vielen dieser Stücke wacht der Reisende im Morgengrauen allein auf.
    8. Die Freundin meines Bruders wollte die Geschichte noch einmal hören.
    9. Hinten in ihren Reparaturbüchern standen ein paar Träume.
    10. Wir kauften zwei Hefte im Laden am Busbahnhof.
    11. Etwas für heute Nacht
  • Warum war der Traum letzte Nacht so beängstigend?
    1. Viele Menschen halten einen dunklen Traum von den Toten für eine Warnung.
    2. Der Sturm erreichte das Haus eine Stunde vor meinem Wecker.
    3. Die Geschichte heute Nacht
    4. Der Staub im Traum meines Bruders kam aus unserem eigenen Haus.
    5. Ein beängstigender Traum zeigt, wie schwer die Last ist.
    6. Etwas für heute Nacht
    7. Mein Bruder ging wieder ins Bett, bevor der Regen aufhörte.
    8. Die Bäckerei war warm und voller gewöhnlicher Geräusche.
    9. Gilgamesch kam mit nichts als den Mauern seiner Stadt nach Hause.
    10. Noch am selben Nachmittag fegten wir den Boden der Werkstatt.
  • Kann man wissen, dass man träumt?
    1. Viele Menschen halten Klarträume für eine seltene Gabe.
    2. Mein Bruder wachte auf und wusste, dass er geträumt hatte.
    3. Die Werkstattuhr hatte keine Zahlen auf ihrem Zifferblatt.
    4. In Schlaflaboren hat man Träumende mit den Augen Signale geben sehen.
    5. Etwas für heute Nacht
    6. Die Freundin meines Bruders fragte, ob sie sich einen Traum aussuchen könne.
    7. Die Geschichte heute Nacht
    8. Die alte Frage dreht sich sanft in beide Richtungen.
    9. Auch das Aufwachen ist eine Art Ankunft.
    10. Die Freundin kam am nächsten Wochenende mit einem Mantel wieder.
  • Wer saß am Ende meines Bettes?
    1. Viele Menschen glauben, der nächtliche Besucher sei ein Geist.
    2. Eines Nachmittags wachte ich auf und konnte meine Hände nicht bewegen.
    3. Der Mantel am Bettpfosten war nur ein Mantel.
    4. Unsere Mutter machte den Termin vom Zug aus.
    5. Die Ärztin zeichnete zwei Kreise auf eine Karte.
    6. Die Geschichte heute Nacht
    7. Überall gaben die Menschen demselben Gefühl ein Gesicht.
    8. Der Besucher, den ich spürte, war nicht meine Großmutter, und das war in Ordnung.
    9. Mein Bruder lachte, als ich ihm von dem Mantel erzählte.
    10. Etwas für heute Nacht
  • Geht die Trauer in Stufen voran, wie Stationen an einer Linie?
    1. Viele Menschen denken, Trauer fahre eine feste Linie von Stationen ab.
    2. An der Bushaltestelle hing der neue Winterfahrplan.
    3. Ich dachte, ich sei drei Stationen zurückgefahren.
    4. Die Geschichte heute Nacht
    5. Augustinus war vorsichtig damit, was ein Traum beweisen konnte.
    6. Trauer kommt in Wellen, so wie eine Fähre in der Dünung rollt.
    7. Meine Träume von ihr hatten sich mit den Monaten verändert.
    8. Etwas für heute Nacht
    9. Unsere Cousine rief am Sonntag mit Neuigkeiten vom Baby an.
    10. Der Uhrmacher brachte eine ihrer unfertigen Uhren zurück.
  • Gehen die Menschen überall gleich mit diesen Träumen um?
    1. Die längste Nacht des Jahres begann vor fünf Uhr.
    2. Die Freundin meines Bruders hatte ihrer Mutter nie ihre Träume erzählt.
    3. Die Nachbarin stellt ihrem Besucher eine Tasse Tee hin.
    4. Die Geschichte heute Nacht
    5. Eine Saga aus dem kalten Norden erzählt es anders.
    6. Die beiden Geschichten fahren auf sehr verschiedenen Linien.
    7. Unsere Mutter erinnerte sich, wessen Gewohnheit es war.
    8. Mein Bruder fragte, was sie uns auftragen würde.
    9. Die längste Nacht ist das Scharnier des Jahres.
    10. Etwas für heute Nacht
  • Müssen wir aufhören, von ihnen zu träumen, um zu heilen?
    1. Der Schnee sperrte die Straße hinunter zur Fähre.
    2. Mein Bruder dachte, er sei zurückgefallen.
    3. Eine Bindung ist kein Seil, das man durchschneiden muss.
    4. Die Freundin meines Bruders träumt seit Jahren von ihrem Vater.
    5. Die Geschichte heute Nacht
    6. Der Vater wollte über den Fluss.
    7. Das Gedicht verlangt nicht von ihm, zu vergessen.
    8. Etwas für heute Nacht
    9. Der Uhrmacher räumte um Mitternacht Schnee.
  • Was sagen wir, wenn wir aufwachen?
    1. Der Traum kam in einer Nacht, in der das Eis zu tauen begann.
    2. Ich trug den Traum eine ganze Schicht lang mit mir, ohne ein Wort zu sagen.
    3. Die Geschichte heute Nacht
    4. Alte Morgen hatten ihre eigenen Regeln für das Erzählen von Träumen.
    5. Mein Bruder wollte wissen, was mein Traum bedeutete.
    6. Unsere Mutter hatte einen eigenen Traum mit sich getragen.
    7. Etwas für heute Nacht
    8. Nicht jede Winternacht war so sanft wie diese.
    9. Der Schlüssel für die Uhren blieb noch eine Weile in seiner Schublade.
    10. Noch vor dem Morgen ließ das Eis die Dachrinnen los.
  • Wird sie noch kommen, wenn das Jahr vorbei ist?
    1. Das Baby verschlief die Öffnung der Werkstatt.
    2. Wir zogen die Uhren eine nach der anderen auf.
    3. Die Band spielte vor dem Abendessen ein Lied in der Garage.
    4. Die Nachbarin erzählte ihren Bienen von dem Baby.
    5. Mein Bruder hat einen Job für den Sommer gefunden.
    6. Etwas für heute Nacht
    7. Mein Bruder fragte, ob sie noch kommen würde.
    8. Die Geschichte heute Nacht
    9. Die Uhren tickten weiter, als alle schon schliefen.
  • Nach dem Jahr
  • Ein kleines Quiz
  • Die Menschen in diesem Buch
  • Alles zum Ausprobieren
  • Fragen, die oft gestellt werden
  • Impressum

Vom Verlag

Ein stilles, poetisches Jahr voller Nachtgeschichten für alle, die von jemandem geträumt haben, den sie verloren haben.

Dieses Buch stellt die wirklichen Nächte einer trauernden Familie neben die Geschichten, die Menschen seit Tausenden von Jahren über solche Träume erzählen, und lässt die Wissenschaft ruhig und schlicht erklären, warum sich diese Träume so nah und so wirklich anfühlen. Die alten Traumdeutungen werden als Geschichten genossen, und den Trost, der in ihnen liegt, darf man beim Lesen selbst finden.

Die Sprache ist klar und ohne Eile, voller kleiner Bilder von tickenden Uhren, Nachtbussen, Fähren und Fahrplänen. Jedes Kapitel ist eine Nacht, sodass man das Buch langsam lesen kann, ein Kapitel vor dem Schlafen, durch ein ganzes Jahr mit all seinen Jahreszeiten.

Das gefällt uns

  • Sechzehn Kapitel mit je einer Nacht und einer alten Geschichte, die einem Jahr von Frühling zu Frühling folgen
  • Alte Sagen und Gedichte aus vielen Regionen, in einfachen Worten neu erzählt
  • Was die Schlafforschung über Träume von Verstorbenen weiß, ohne Angst erklärt
  • Jede Nacht eine kleine, ruhige Sache zum Ausprobieren, alle hinten im Buch gesammelt
  • Ein Quiz, die Menschen in diesem Buch und häufige Fragen mit ihren Antworten

Empfohlen für

  • Junge Leserinnen und Leser, die jemanden verloren haben und ihm noch in Träumen begegnen
  • Alle, die alte Geschichten, Träume und die stillen Stunden der Nacht lieben

Wenn schlimme Träume Nacht für Nacht wiederkehren oder Schlafprobleme wochenlang anhalten und auf deinen Tagen lasten, sprich bitte mit einer Ärztin oder einem Arzt.

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